Poseidon

 

Dunkel sind die Wege, die das Schicksal geht.

Euripides (485-406 v.u.Z.)

 

 

Dies ist eine Zeit der Ruhe und des Feierns nach dem letzten Säen. Somit sind die landwirtschaftlichen Gottheiten zu dieser Zeit besonders verehrt. 

 

 

8. Poseidea am 05.12.08

 

Der Monat von Poseideon ist Poseidon geweiht, wie auch der achte Tag eines jeden Monats ihm gewidmet ist. An diesem Tag wurde ein Fest zu Ehren des Poseidon Phytalmios (Feuchtigkeit und Vegetation) abgehalten. 

 

 

10. Kleines oder ländliches Dionysia am 07.12.08

"Der triumphierende Bacchus" - Reinhard Weguelin

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Dieses Fest ist dem Dionysos geweiht und wird das "ländliche Dionysia" oder das "kleine Dionysia" genannt. 

Es wurde an keinem genauen Datum gefeiert, sondern jede Stadt hat das Datum der Feier selbst festgelegt und jeder und jede beteiligte sich daran. Nach Plutarch beinhaltete es eine Prozession mit verschiedenen Fuhrwerken, die mit Weingefässen und Weinreben beladen waren. Manchmal begleitete die Prozession auch ein Ziegenbock. 

Danach folgten die Kanephoros, die Korbträger, die einen Korb mit Weintrauben trugen, dann die Träger, die einen grossen hölzernen Phallus trugen, der mit Efeu umschlungen war. Zuletzt folgten die Sänger und Sängerinnen mit dem Phallikon (phallisches Lied), das an den "Phallus" gerichtet war. 

 

 

26. Haloa am 23.12.08

 

Höchst wahrscheinlich war Haloa ein Fest des Zurückschneidens der Weinreben und des Kostens des Weins nach der ersten Gärung, oder es war das Fest um den Wachstum des Getreides zu fördern.

Es ist nach Halos (die kreisförmige Tenne/Dreschplatz) genannt und Demeter und Dionysos geweiht. In den frühesten Zeiten war der erste Teil des Festes nur den verheirateten Frauen vorbehalten. Die eleusinischen Arkhontes (Beamtinnen) bereiteten ein Festmahl vor, das auch Kuchen in Form von männlichen und weiblichen Genitalien beinhaltete. Die Arkhontes verliessen das Festmahl und erlaubten den Frauen zu essen, den Wein zu geniessen und sich freizügig zu verhalten. Die Frauen trugen tönerne Modelle in Form der männlichen und weiblichen Geschlechtsteile um den Hals, tanzten um einen grossen Phallus und ergaben sich rituellen Obszönitäten.

Die Frauen trugen auf ihren Kopf ein Kernoi (Opferschüssel), die Weihrauch, Getreide und andere Opfer enthielt. Die Opfer wurden auf den Phallus verstreut. Einige Frauen, einschliesslich der Priesterinnen, ermutigten die anderen Frauen sich geheime Liebhaber zu nehmen. Im Anschluss an dieses Ritual waren auch Männer zugelassen und ein froher Kosmos (geniessen, schmücken) begann, das sich im Laufe der Nacht zu einer nächtlichen Orgie entwickelte. Zwei Priesterinnen mit Fackeln und die auf erhöhten Sitzen sassen, repräsentierten während der Feier Demeter und Persephone, die über das Fruchtbarkeitsfest den Vorsitz hielten.