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Die Elemente
Wind stammt
vom Frühlingsstern im Osten,
Feuer vom
Sommerstern im Süden,
Wasser vom
Herbststern im Westen,
Weisheit,
Schweigen und Tod vom Winterstern im Norden.
"Das göttliche Abenteuer" Fiona
Macleod
ie
Arbeit mit den vier Elementen nimmt einen mehr oder weniger breiten Raum in der
gesamten
heidnischen und okkulten Spiritualität und Ritualistik ein, da angenommen und
vermutet wird, dass alles Bestehende aus den vier Grundelementen
Luft,
Feuer, Wasser und Erde besteht.
Der Ursprung dieser Vorstellung
kann auf die Philosophen der ionischen Philosophie zurückgeführt werden.
Thales betrachtete in Anlehnung an altägyptische Anschauungen das Wasser als
Grundstoff, Anaximenes die Luft, Anaximander die Erde und
Heraklit das Feuer.
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Ratespiel:
Wo sind hier die vier
Elemente versteckt? |
Empedokles fasste all diese
Theorien im 5. Jahrhundert v.u.Z. grosszügig zusammen und verkündete
unwiderruflich, dass diese vier Elemente die Bausteine aller Dinge sein sollten.
Sie sollen die unvergängliche Grundlage allen Seins sein, sogar die
Gottheiten sollen sich aus diesen Elementen zusammensetzen.
Diese Annahme wurde anschliessend
von späteren griechischen Philosophen aufgegriffen
und weiterentwickelt.
Platon ordnete ihnen je
einen regelmässigen Festkörper zu und Aristoteles verdanken wir es, dass
den Elementen die Eigenschaften
trocken/feucht und
warm/kalt
zugeordnet werden.
Er war es zudem, der ein fünftes Element, den Äther oder
die Quintessenz hinzufügte, das als unwandelbares und ewiges Wesen den
Elementen zugrunde liegen und sie durchdringen soll.
Aristoteles war
zudem der Erste, der behauptete, dass sich die einzelnen Elemente in ein anderes
Element umwandeln lies. Durch das Zusammenfügen oder Trennen der vier Bausteine
der Welt sollte Werden und Vergehen der körperlichen Welt bedingt sein. Mit
dieser Idee wurde später übrigens auch die alchemistische Transmutationslehre
von der Umwandlung unedler Metalle in Silber oder Gold begründet. Die
Alchemisten glaubten, dass insbesondere die Metalle nicht einheitliche sondern
zusammengesetzte Stoffe sind und dass man solche Stoffe mit geistigen Kräften
und bestimmten Manipulationen in Gold umwandeln könne.
Nun, heutzutage hat, wie schon
weiter oben angedeutet, die Lehre der vier Elemente immer noch einen hohen
Stellenwert in der Praxis und der Theorie der Magie und so munkelt man, dass der
bewusste Kontakt mit den Elementen und den ihnen korrespondierenden
Himmelsrichtungen unsere Wahrnehmung sensibilisieren, zur inneren Harmonisierung
führen und auf diesem Wege abgelegene, brachliegende Bereiche unseres Seins
erschliessen könne.
Jedes der vier
Elemente kann sich auf unterschiedliche Dinge beziehen.
So ist die
Luft dem Intellekt und dem Verstand zugeordnet. Das Feuer ist Energie und
Kreativität. Das Wasser entspricht dem Gefühl und der Intuition. Die Erde ist
Substanz. Die Erde wird der okkulten Theorie gemäss auch mal gerne als die materielle Stufe des Bewusstseins
aufgefasst.
Betrachten wir
zum Beispiel das Erdelement. Ist das Erdelement überbetont, so zeigt sich das in
einem materialistischen, raffgierigen, Besitz verhafteten Charakter. Zu wenig
Erde bedeutet, dass du keinen Bezug zum Geld und Materie haben kannst und in
deinem spirituellen Streben irgendwo gleichsam "Major Tom", völlig losgelöst in
höheren Sphären schwebst.
Auf den Magier oder die Magierin
bezogen könnte das folgendermassen aussehen:
Der Magier mit einem
übersteigerten Luftelement wird Bücher verschlingend in seinem Elfenbeinturm
zwecks Wissenszufuhr verweilen. Die Magie wird ihm genauso wichtig sein, wie
Mystik und die modernen Naturwissenschaften. Sein Denken ist scharf und musisch
zugleich. Nur selten wird er sich von seinen Gedankengängen über die "Gottheit
und die Welt" losreissen können, um praktische magische Arbeit zu tun, lieber
hält er ellenlange Referate über Magie, Mystik und Wissenschaft, gääähn...
Ein Magier, der das Element Feuer
zu stark in sich trägt, würde wohl wilde Rituale mit lauten Trommeln, Tänzen und
viel Rauch bevorzugen. Sein Ziel wäre, wenn er es nicht schon ist, der grosse
"Zampano" im magischen Kreise zu sein. Abgesehen davon, dass er nach einiger
Zeit die Magie möglicherweise wieder zugunsten von "Extremsportarten" aufgeben
würde, könnte es sein, dass er nur wenig Interesse am Studium magischer
Schriften hätte und er sein magisches Training zwar intensiv, aber nur höchst
unregelmässig ausführt.
Ein Magier mit zu stark
ausgeprägtem Wasserelement wird eher zu Divinationstechniken neigen. Er sitzt
abends vor einer Kristallkugel, um die geheimen Mysterien zu erschauen und
ergründen. Wird rituell gearbeitet, dann am liebsten in aller Stille an einem
See beim Mondenschein, wenn der Magus nicht gar die Bezeichnung "Magier" ablehnt
und in einem "Hexencoven" agiert.
Der Magier mit zu starkem
Erdelement besitzt einen kleine Tempel oder hat zumindest einen Altar, auf dem
alles akribisch genau seinen Platzt hat. Er hält überhaupt nichts von intuitiver
Magie, denn bei ihm muss alles seinen festen Ablauf haben. Wenn er wirklich mal
seinen angestammten Ritualplatz verlässt, um an einem "fremden" Platz zu
arbeiten, dann müssen viele mystische Steine und alte Bäume diesen zieren.
Na, hat sich die geneigte
Leserschaft womöglich darin wieder entdeckt?
Wie dem auch sei, heheheeee..., alle Menschen
tragen sowieso immer eine Mischform der Element in sich. Entscheidend ist nur,
dass sie in das richtige Gleichgewicht gebracht werden, um von den positiven
Eigenschaften, die jedes Element in sich trägt, profitieren zu können.
Es ist das
Gleichgewicht zwischen ihnen, die persönliches Wachstum ermöglichen
und es
ist dieses Gleichgewicht, das so manch heidnisches und okkultes Ritual
zu vermitteln versucht, auf dass wir eben nicht nach einigen Jahren des Experimentierens
und Praktizierens der magischen Künste mit einem Bein in der Klapsmühle stehen
oder diversen Psychiatern ihre fetten Kassen mit unseren herauf evozierten
Psychosen füllen müssen.
Luft
Feuer
Wasser
Erde
Quintessenz

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