Wer wär nicht gern `nen Meister oder `ne Meisterin?

 

Teil 3

 

Es gibt nichts was der Wahrheit ähnlicher sieht als die Lüge,
dennoch ist nichts von der Wahrheit weiter entfernt als die Lüge.

Freakonomikon

 

 

mmer noch erreichen mich wöchentlich tausende E-Mails von wahrhaft spirituell Erwachten, die mit Gewinn meinen "Meister-Lehrkurs" in der gutgläubigen Esoterik- und Religionsszene anzuwenden wissen und gute finanzielle Erfolge damit erzielen.

Teilweise werde ich aber in letzter Zeit vermehrt gebetsmühlenhaft in den E-Mails darum gebeten und angefleht, diverse Details, die in vorhergehenden Kursen zu kurz gekommen sein sollen und der genaueren Darlegung bedürfen, auszuarbeiten und zu offenbaren.

 

Ok, ich habe mir also meinen "Meister-Lehrkurs" noch einmal zu Gemüte genommen (nun ist aber Schluss damit!) und die von der Leserschaft gewünschten Details dergestalt ausgearbeitet, dass nun auch ein Sonderschulabgänger mit dem IQ eines Magerquarks eine gut funktionierende und vor allem finanziell lukrative okkulte oder religiöse Vereinigung, in nützlicher Frist, aufzubauen vermag.

 

 

 "Der ultimative Schnell-Crash-Meister-Lehrkurs, der diesmal bestimmt keine Wünsche mehr offen lässt!"

 

Zur Sache also!

Das Wichtigste zuerst: Suche irgendwelche gutgläubige Menschen (wie in meinen beiden vorhergehenden Lehrkursen beschrieben), die dich als Herr und Meister verehren oder anerkennen. Dazu lerne am besten das folgenden Mantra: Je mehr, desto besser! Je naiver, desto geeigneter! Je reicher, desto lieber!
 

  Hier wäre ein ideales Rekrutierungsgebiet...

Lasse deine Verehrer glauben, du bist Gott. Wenn das nicht möglich ist, dann sage, du bist Gottes Stellvertreter. Wenn dir auch das nicht abgekauft wird, dann sage, sie bist der Stellvertreter von Gottes Stellvertreter usw. Möglichst natürlich jeweils der einzig wahre oder zumindest der höchste. Oder möchtest du dir Konkurrenz schaffen?

Je nach der Veranlagung der Verehrer kannst du diese auch glauben machen, du bist der wahre Kaiser des Landes. Oder ein Heiler. Oder ein Wissenschaftler. Hauptsache, man folgt dir und spendet recht kräftig. Für die gute Sache ist dir kein Mittel zu schlecht. Für dich gilt: Der Zweck heiligt alle Mittel.

Verspreche alles, aber halte nichts. Oder besser: Dein von dir eingesetzter Strohmann verspricht alles, und du hältst nichts. Nutze die Vorteile von Kooperation und Arbeitsteilung.
 

Das Karrieresystem für deine Anhänger ist einfach: Je mehr Geld oder neue Arbeitskräfte ein Anhänger einbringt, desto fortgeschrittener ist er. Er ist das Vorbild, dem alle nachstreben sollen. Lobe ihn, umarme ihn, stifte ihm ein Denkmal. Damit machst du Druck auf deine Herde. Falls das Vorbild dann einmal alt oder krank wird, dann werfe ihn unter irgendeinem Vorwand raus. Mit einem Sozialverein wirst du sicherlich nicht reich. Jedenfalls nicht, wenn du ihn selbst finanzieren musst.

Das Karrieresystem für deine Anhänger muss unbedingt als Wohlfahrt, Missionsarbeit oder als ein Dienst an der Menschheit getarnt werden, am besten als die Rettung der ganzen weiten Welt, dann muss dir nämlich auch die ganze weite Welt zu
Uriella ist die geistige Führerin des Ordens Fiat Lux. Nach einem Reitunfall im Jahre 1973, bei welchen sie schwere Kopfverletzungen erlitt, wurde sie "hellsehend". Am Weihnachtstag 1975 soll sie im "Lichtzentrum Bethanien" in der Schweiz in Tieftrance eine erste Offenbarung empfangen haben. Nachdem ihr erster Mann gestorben war, gründete sie in Egg ZH (Schweiz) ein Heiligtum als Mittelpunkt der sich um sie sammelnden Anhänger. Hier trat sie das erste Mal als Uriella in Gottesdiensten auf. Sie verstand sich als direktes Sprachrohr von Jesus Christus und gab ihre Offenbarungen weiter. Der Erzengel Uriel betreue neben Jesus Christus auch sie selber. Die Gründung des Fiat Lux erfolgte am 12. Januar 1980, nach Auffassung der Mitglieder durch Jesus Christus über sein Sprachrohr Uriella in seinem Heiligtum in Egg. Die Lehre von Fiat Lux beruht auf den Offenbarungen von Uriella, die sie von Jesus oder Maria erhalte und in der Ich-Form vorträgt. Diese Kundgaben wollen einen tieferen Einblick in Gottes Pläne vermitteln und zur Umkehr vor dem Weltende anleiten. Die Lehre besteht aus einer Mischung von Reinkarnationslehre, Karmadenken, Farbenlehre, spiritistischen Quellen, alternativer Medizin, ökologischen Ideen, der Reichsflugscheibe u.a.m. Das Ende der Welt sei nahe, aber die Anhänger von Fiat Lux würden von Ausserirdischen in Raumschiffen gerettet werden. Für das Millennium war der Weltuntergang bereits von Uriella vorausgesagt worden, vollzog sich jedoch nicht. Dank verpflichtet sein. Du kannst vielleicht auch gleich das ganze Universum retten, wenn du denkst, es hört sich nicht gerade zu übertrieben an.

Für dich ist eines sehr wichtig zu wissen: Der Schein, die Lüge, kann nur von
dem Sein, der Wahrheit, enttarnt werden. Deswegen ist die Wahrheit dein grösster Feind. Bekämpfe dieses Übel, wo immer es auftaucht. Vertusche es, mache es lächerlich, kreische und hüpfe herum. Wenn deine Anhänger erst mal an die Wahrheit zu glauben begonnen haben, dann ist es für dich zu spät.

Präge dir ein, dass du stets Recht hast und alle anderen Unrecht. Davon musst
du fest überzeugt sein. Die anderen haben nur dann Recht, wenn du es ihnen erlaubst. Das ist dein höchstes Prinzip. Wer dir nicht zustimmt, der ist ganz einfach ein Teufel. Wie könnte es auch anderes sein?

Du bist das höchste strahlende Wesen und deine Anhänger sind die dir ergebenen zweithöchsten strahlenden Wesen. Der Rest der Welt besteht aus Minderwertigen und Teufeln. Die schlimmsten Teufel sind natürlich ehemalige Mitglieder, die es gewagt haben, deinen selbstlosen, mütterlichen Schutz zu verlassen.
 

Weil du so hoch und strahlend bist, ist es für dich völlig unmöglich, sich mit Minderwertigen und Teufeln zu beschäftigen, solange diese dir nicht das "Gloria Halleluja" singen oder dir grössere Spenden zukommen lassen. Ansonsten ist es die Aufgabe deiner Anhänger mit solchem Pöbel zu verhandeln.

Teufel und Kritiker sollten möglichst durch Strohmänner bekämpft werden. Wenn etwas schief geht, dann kannst du immer noch deine Bauern opfern.
 

Titel machen immer Eindruck, besonders auch bei deinen potentiellen neuen Anhängern. Deswegen solltest du dir besonders Jim Jones, amerikanischer Methodisten-Prediger, Gründer der Sekte 'People's Temple' (1957), Despot, Sadist. Gründete unter anderem in Guyana eine Landkomune (Jones Town). Schickte seine 913 Mitglieder anlässlich der bevorstehenden Überprüfung durch eine US-Delegation mit Zyanid in den grössten Massenselbstmord der neueren Geschichte. Von den 913 ermordeten Mitgliedern waren 276 Kinder. Die Kinder waren in der Siedlung der Volkstempel- Sekte vielfach wie Sklaven gehalten worden, getrennt von den Eltern, die sie gegen Belohnung ausspionieren mussten. Kinder über 6 Jahre mussten 11 Stunden täglich hart körperlich arbeiten, bei Temperaturen bis zu 40 Grad. Kinder wurden zur Strafe in einen dunklen Brunnen geworfen, nachdem man ihnen gesagt hatte, dass unten Schlangen auf sie warteten. Sie wurden in Holzkisten gesperrt, 1,80 mal 0,90 mal 1,20 Meter klein. Bei öffentlichen körperlich Züchtigungen wurden ihnen Zähne ausgeschlagen. Sektengründer Jim Jones sah zu. Kindern wurden Elektroden an den Armen befestigt, sie wurden mit elektrischen Stromschlägen traktiert. Zwei Sechsjährigen, die versucht hatten, wegzulaufen, waren Ketten und Eisenkugeln an die Fußgelenke geschmiedet worden. Kinder wurden sexuell missbraucht, auch von Jim Jones selbst. Jim Jones, amerikanischer Methodisten-Prediger, Gründer der Sekte 'People's Temple' (1957), Despot, Sadist. Gründete unter anderem in Guyana eine Landkomune (Jones Town). Schickte seine 913 Mitglieder anlässlich der bevorstehenden Überprüfung durch eine US-Delegation mit Zyanid in den grössten Massenselbstmord der neueren Geschichte. Von den 913 ermordeten Mitgliedern waren 276 Kinder. Die Kinder waren in der Siedlung der Volkstempel- Sekte vielfach wie Sklaven gehalten worden, getrennt von den Eltern, die sie gegen Belohnung ausspionieren mussten. Kinder über 6 Jahre mussten 11 Stunden täglich hart körperlich arbeiten, bei Temperaturen bis zu 40 Grad. Kinder wurden zur Strafe in einen dunklen Brunnen geworfen, nachdem man ihnen gesagt hatte, dass unten Schlangen auf sie warteten. Sie wurden in Holzkisten gesperrt, 1,80 mal 0,90 mal 1,20 Meter klein. Bei öffentlichen körperlich Züchtigungen wurden ihnen Zähne ausgeschlagen. Sektengründer Jim Jones sah zu. Kindern wurden Elektroden an den Armen befestigt, sie wurden mit elektrischen Stromschlägen traktiert. Zwei Sechsjährigen, die versucht hatten, wegzulaufen, waren Ketten und Eisenkugeln an die Fußgelenke geschmiedet worden. Kinder wurden sexuell missbraucht, auch von Jim Jones selbst. Jim Jones, amerikanischer Methodisten-Prediger, Gründer der Sekte 'People's Temple' (1957), Despot, Sadist. Gründete unter anderem in Guyana eine Landkomune (Jones Town). Schickte seine 913 Mitglieder anlässlich der bevorstehenden Überprüfung durch eine US-Delegation mit Zyanid in den grössten Massenselbstmord der neueren Geschichte. Von den 913 ermordeten Mitgliedern waren 276 Kinder. Die Kinder waren in der Siedlung der Volkstempel- Sekte vielfach wie Sklaven gehalten worden, getrennt von den Eltern, die sie gegen Belohnung ausspionieren mussten. Kinder über 6 Jahre mussten 11 Stunden täglich hart körperlich arbeiten, bei Temperaturen bis zu 40 Grad. Kinder wurden zur Strafe in einen dunklen Brunnen geworfen, nachdem man ihnen gesagt hatte, dass unten Schlangen auf sie warteten. Sie wurden in Holzkisten gesperrt, 1,80 mal 0,90 mal 1,20 Meter klein. Bei öffentlichen körperlich Züchtigungen wurden ihnen Zähne ausgeschlagen. Sektengründer Jim Jones sah zu. Kindern wurden Elektroden an den Armen befestigt, sie wurden mit elektrischen Stromschlägen traktiert. Zwei Sechsjährigen, die versucht hatten, wegzulaufen, waren Ketten und Eisenkugeln an die Fußgelenke geschmiedet worden. Kinder wurden sexuell missbraucht, auch von Jim Jones selbst. viele und eindrucksvolle besorgen. Eine gute und ergiebige Quelle für geschwollene und fette Titel ist die Freimaurerei und das Rosen-kreutzertum. Und natürlich muss deine überragende Stellung dadurch hervorgehoben werden. Lasse dich von deinen Anhängern nur mit Formulierungen wie "Eure Allerheiligste Hochwohlgeborene Eminenz" ansprechen. Wenn Gott selbst neben dir so unbedeutend wie ein Kümmelzwerg aussieht, dann ist der Titel richtig.

Wenn es jemand wagt, dich nicht mit deinem offiziellen Titel anzusprechen, dann tue einfach so, als würdest du ihn nicht hören. Du bist schliesslich nicht für die mangelnde Bildung diverser Mindermenschen verantwortlich.

Deine erhabene Stellung kann an dieser Stelle nicht genug betont werden. Du bist untadelig, so rein wie frisch gefallener
Schnee, vollkommen und wunderbar in allem was du tust. Du hast dich um deine Stellung wahrlich verdient gemacht. Wer könnte im Lichte deiner Errungenschaften bestehen, ohne sich dir in einem Ausdruck schierer Bewunderung zu Füssen zu werfen und dich aus voller Kehle zu preisen?

Damit es etwas zu preisen gibt, musst du natürlich deine Errungenschaften (erfundene oder welche die dir eigentlich gar nicht angerechnet werden können) mit lauter Fanfare immer wieder verkünden, bis du es selbst glaubst. Du rettest schliesslich die Welt. Du führst die Menschheit zum Licht. Und so was muss man doch bekannt machen. oder?

Sei kreativ. Selbst aus dem grössten Mist kann man noch Geld
„Ich liebe Deutschland jetzt noch mehr.“ (Papst Pius XII, nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch deutsche Einheiten) - „Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.“ (Papst Pius XII.) - „Wir haben Deutschland, wo Wir Jahre Unseres Lebens verbringen durften, immer geliebt, und Wir lieben es jetzt noch viel mehr. Wir freuen uns der Grösse, des Aufschwungs und des Wohlstandes Deutschlands, und es wäre falsch zu behaupten, dass Wir nicht ein blühendes, grosses und starkes Deutschland wollen.“ (Papst Pius XII. am 25.4.1939) - „Der grosse Tag X ist nahe, der Tag des Einmarsches in die Sowjetunion.“ (Papst Pius XII.) machen, wie schon die Alchemisten „Ich liebe Deutschland jetzt noch mehr.“ (Papst Pius XII, nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch deutsche Einheiten) - „Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.“ (Papst Pius XII.) - „Wir haben Deutschland, wo Wir Jahre Unseres Lebens verbringen durften, immer geliebt, und Wir lieben es jetzt noch viel mehr. Wir freuen uns der Grösse, des Aufschwungs und des Wohlstandes Deutschlands, und es wäre falsch zu behaupten, dass Wir nicht ein blühendes, grosses und starkes Deutschland wollen.“ (Papst Pius XII. am 25.4.1939) - „Der grosse Tag X ist nahe, der Tag des Einmarsches in die Sowjetunion.“ (Papst Pius XII.) verkündeten. Verkaufe„Ich liebe Deutschland jetzt noch mehr.“ (Papst Pius XII, nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch deutsche Einheiten) - „Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.“ (Papst Pius XII.) - „Wir haben Deutschland, wo Wir Jahre Unseres Lebens verbringen durften, immer geliebt, und Wir lieben es jetzt noch viel mehr. Wir freuen uns der Grösse, des Aufschwungs und des Wohlstandes Deutschlands, und es wäre falsch zu behaupten, dass Wir nicht ein blühendes, grosses und starkes Deutschland wollen.“ (Papst Pius XII. am 25.4.1939) - „Der grosse Tag X ist nahe, der Tag des Einmarsches in die Sowjetunion.“ (Papst Pius XII.) dein Klowasser als Wunderheilmittel. Es macht überhaupt nichts, falls es sich als unwirksam herausstellen sollte. Schliesslich lebt auch die Haarwuchsmittelindustrie von ihren Produkten. Und was die anderen können, das kannst du schon lange.

Verglichen mit dir, sind alle anderen Minderwertige. Was solche Minderlinge auch sagen oder tun mögen - es ist nicht einmal der Erwähnung wert. Lasse dir von denen ja nichts gefallen und rufe sogleich "Beleidigung! Ketzerei! Häresie! Auf den Scheiterhaufen mit ihnen! Schneidet ihnen die Zunge raus!", wenn du glaubst, nicht ausreichend gepriesen worden zu sein.
 

Du weisst alles über deine Anhänger, aber besonders über alle jene Teufel, die dich nicht preisen oder gar zu kritisieren wagen. Deine Kritiker sind nichts als Alkoholiker, Nervenkranke, Verrückte, Spinner, Kriminelle und Perverse. Lasse das jeden wissen, besonders deine Anhänger, ganz egal ob es nun der Wahrheit entspricht oder nicht. Die Wahrheit bist schliesslich du selbst. Oder gibt es da irgendeinen Zweifel? Wehe dem!

Kritik und Wahrheit können nur dann akzeptiert werden, wenn es deiner Sache dienlich ist.

Beleidige und verspotte ruhig alle und jeden. Falls aber dich jemand beleidigt, dann führe sofort die Inquisition ein (wenn du das bis jetzt immer noch nicht getan hast).

Anhänger, die du zu gefährlich aussehenden Kampfameisen ausbilden lässt und die sich stets in deiner Nähe aufhalten, haben in der Regel einen äusserst positiven Einfluss auf potentielle Kritiker und wahrheitsliebende Zeitgenossen (Teufel). Knurrende Bluthunde unterstreichen ebenso deine Autorität.

Für Probleme deiner Anhänger bist du selbst niemals verantwortlich. Wenn es Fehler gibt, dann sind stets die Teufel und die Anhänger schuld, niemals aber du selbst. Das ist ganz wichtig zu wissen. Am besten du schreibst ein Buch darüber, das alle
In den 1930er Jahren spaltete sich Victor Houteff, der sich als neuer Prophet ansah, von den Siebenten-Tags-Adventisten ab und gründete die Davidianischen Siebenten-Tags-Adventisten. Von dieser spaltete sich 1959 die Branch Davidians unter der Leitung von Ben Roden ab. Sie ließen sich in Waco, Texas nieder. Bis David Koresh (Geburtsname: Vernon Howell) 1990 die Führung übernahm, gab es einige innere Konflikte über Leitung und Nutzung des Besitzes. Die festungsähnlich ausgebaute Ranch der Davidianer-Sekte wurde am 19. April 1993 von der Polizei nach 51-tägiger Belagerung gestürmt. Die Gründe waren illegaler Waffenbesitz, Steuerhinterziehung und sexueller Missbrauch. Zuvor waren vier Polizisten bei dem Versuch, in das Gebäude einzudringen, getötet worden. Als schließlich ein Panzer eingesetzt wurde, um Gas in das Gebäude zu leiten, brach ein Feuer aus, das 80 der Sektenmitglieder tötete, darunter den Sektenführer David Koresh. Lediglich 9 überlebten den Brand. In den 1930er Jahren spaltete sich Victor Houteff, der sich als neuer Prophet ansah, von den Siebenten-Tags-Adventisten ab und gründete die Davidianischen Siebenten-Tags-Adventisten. Von dieser spaltete sich 1959 die Branch Davidians unter der Leitung von Ben Roden ab. Sie ließen sich in Waco, Texas nieder. Bis David Koresh (Geburtsname: Vernon Howell) 1990 die Führung übernahm, gab es einige innere Konflikte über Leitung und Nutzung des Besitzes. Die festungsähnlich ausgebaute Ranch der Davidianer-Sekte wurde am 19. April 1993 von der Polizei nach 51-tägiger Belagerung gestürmt. Die Gründe waren illegaler Waffenbesitz, Steuerhinterziehung und sexueller Missbrauch. Zuvor waren vier Polizisten bei dem Versuch, in das Gebäude einzudringen, getötet worden. Als schließlich ein Panzer eingesetzt wurde, um Gas in das Gebäude zu leiten, brach ein Feuer aus, das 80 der Sektenmitglieder tötete, darunter den Sektenführer David Koresh. Lediglich 9 überlebten den Brand. deine Anhänger sich gegenseitig vorlesen, auswendig lernen und täglich verehren müssen.

Behaupte, dein Buch würde auf der Bibel oder sonst angesehenen Schriften oder Forschungsergebnissen basieren, auch
wenn dies gar nicht der Fall ist. Schreibe ruhig deine ganzen Hirngespinste hinein, das ist alles nur zu deinem Vorteil. Wenn deine Anhänger deinen Roman und deine hirnkranken Lehren verteidigen müssen, dann bindest du sie so nur stärker an dich.

Verwende selbst ruhig okkulte Praktiken, Tricks und Betrug. Darauf stehen die Leute. Mache so richtig Hokuspokus. Aber nicht vergessen - bei dir sind das stets göttliche Prophezeiungen und Wunder. Bei anderen ist es immer teuflische Wahrsagerei und schwarze Magie. Daran darf es für deine ergebenen Anhänger überhaupt keine Zweifel geben.

Zweifel sind überhaupt nur erwünscht, wenn sie sich nicht auf dich beziehen. Lasse deine Anhänger an allem zweifeln, nur nicht an dir. Sage ihnen ruhig, das sie ihren Herrn und Meister prüfen sollen (wenn es sich beim Herrn und Meister um andere handelt). Wehe dem, der etwa dich selbst prüft und es wagt, zu einem negatives Ergebnis zu kommen. Das ist dann ganz sicher ein ganz ein schlimmer Teufel.

Umsonst gibt es bei dir überhaupt nichts. Ausser es ist gut fürs Image. Dann vielleicht.

Wenn anderen Schlechtes widerfährt, dann ist das eine Strafe für deren Missetaten. Wenn dir selber Schlechtes widerfährt, dann ist es die Schuld der anderen.

Blinder Glaube ist das A und O deines Geschäftes. Deswegen musst du deine Anhänger stets in Unwissenheit lassen. Verhänge eine Informationssperre. Praktiziere ordentlich Zensur. Sage, dies alles sei zum Wohle der Anhänger. Sage, du bist für alles offen und es gäbe bei dir keine Informationssperre oder Zensur. Du würdest nur Unwahrheiten und für deine Anhänger negative Dinge blockieren und das sei dein gutes Recht und würde von deinen Anhängern so gewünscht. Was Unwahrheiten und negative Dinge sind, das bestimmst natürlich nur du. Aber das muss ja niemand wissen.

Gründe deine eigene Sektenberatung und finanziere dir treu ergebene Sektenberater und -beauftragte.

Baldige Weltuntergänge (stets zwei oder drei Jahre entfernte) wirken sich hervorragend auf den Missionseifer und die Spendenfreudigkeit deiner Anhänger aus.

Ob mit oder ohne baldigen Weltuntergang - erzeuge ordentlich Druck. Deine Anhänger müssen sich beeilen, bevor es zu spät ist. Mit dem Beitritt, mit dem Spenden, mit der Bekehrung der Welt usw.

Wenn der Weltuntergang trotz aller Erwartungen nicht eintreten sollte, kannst du immer noch
sagen, der Weltvernichter hätte aufgrund deiner Bemühungen und den Bemühungen deineDer stark sehbehinderte japanische Naturheiler Shōkō Asahara (Chizuo Matsumoto) gründete 1984 die Aum-Bewegung. Ihre Lehre ist geprägt von Weltuntergangsverkündigungen und eine Mischung aus Pseudowissenschaft, Nostradamus-Weissagungen, esoterischem Buddhismus und chiliastischem Christentum, aber auch Elemente aus dem Foundation-Zyklus des Science-Fiction-Schriftstellers Isaac Asimov werden verwendet. Die zentrale Gottheit für die Sekte ist der Hindugott Shiva und wahre Erleuchtung ist nur innerhalb der streng abgeschlossenen Sektengemeinschaft möglich. Die „äussere Welt“ wird als korrupt und verdorben betrachtet und muss notfalls gewaltsam bekämpft werden. Einer der zentralen Punkte der Aum-Doktrin ist die kontroverse buddhistische Vorstellung von poa: Unter bestimmten Bedingungen kann demnach ein Mord sowohl das Opfer als auch den Täter der Erleuchtung näher bringen. Am Montag, dem 20. März 1995, wurden zur morgendlichen Hauptverkehrszeit in den Pendlerzügen von drei Tokioter U-Bahn-Linien Lunchboxen und Getränkebehälter von Aum-Mitgliedern deponiert, die das Nervengift Sarin enthielten. Unmittelbar vor dem Aussteigen bohrten die Täter mit Regenschirmen Löcher in die Behälter, um das Gas freizusetzen. Das austretende Sarin verbreitete sich in 15 U-Bahn-Stationen; die ersten Notrufe gingen bei den Sicherheitsbehörden um 08:17 Uhr Ortszeit ein. Durch den Anschlag starben insgesamt 12 Menschen (neun sofort, einer später am selben Tag, zwei weitere nach einigen Wochen), und es gab über 5.500 Verletzte (viele davon schwer). r Anhängern den Weltuntergang eDer stark sehbehinderte japanische Naturheiler Shōkō Asahara (Chizuo Matsumoto) gründete 1984 die Aum-Bewegung. Ihre Lehre ist geprägt von Weltuntergangsverkündigungen und eine Mischung aus Pseudowissenschaft, Nostradamus-Weissagungen, esoterischem Buddhismus und chiliastischem Christentum, aber auch Elemente aus dem Foundation-Zyklus des Science-Fiction-Schriftstellers Isaac Asimov werden verwendet. Die zentrale Gottheit für die Sekte ist der Hindugott Shiva und wahre Erleuchtung ist nur innerhalb der streng abgeschlossenen Sektengemeinschaft möglich. Die „äussere Welt“ wird als korrupt und verdorben betrachtet und muss notfalls gewaltsam bekämpft werden. Einer der zentralen Punkte der Aum-Doktrin ist die kontroverse buddhistische Vorstellung von poa: Unter bestimmten Bedingungen kann demnach ein Mord sowohl das Opfer als auch den Täter der Erleuchtung näher bringen. Am Montag, dem 20. März 1995, wurden zur morgendlichen Hauptverkehrszeit in den Pendlerzügen von drei Tokioter U-Bahn-Linien Lunchboxen und Getränkebehälter von Aum-Mitgliedern deponiert, die das Nervengift Sarin enthielten. Unmittelbar vor dem Aussteigen bohrten die Täter mit Regenschirmen Löcher in die Behälter, um das Gas freizusetzen. Das austretende Sarin verbreitete sich in 15 U-Bahn-Stationen; die ersten Notrufe gingen bei den Sicherheitsbehörden um 08:17 Uhr Ortszeit ein. Durch den Anschlag starben insgesamt 12 Menschen (neun sofort, einer später am selben Tag, zwei weitere nach einigen Wochen), und es gab über 5.500 Verletzte (viele davon schwer). in paar Jahre verschoben.

Die Propaganda-Abteilung ist eine deiner wichtigsten. Die nächst wichtigste ist die
Rechtsabteilung, die ehemalige Anhänger, Kritiker und andere Teufel beschäftigt.

Das allerwichtigste ist aber ein fettes Bankkonto im Ausland, von dem nur du etwas weisst.

Immobilien sind auch gut. Fordere von deinen Anhängern Entsagung und Aufopferung und lebe selbst wie ein Kaiser.

Die Psychologie und die Werbebranche liefern stets Nachschub an neuen interessanten Methoden zur Manipulation von Menschen. Auch die Lehren Machiavellis sind eine stete Quelle neuer Inspiration.

Dich nicht zu akzeptieren, bedeutet Gott selbst oder die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht zu akzeptieren. Dich zu beleidigen, bedeutet Gott selbst zu beleidigen. Wer mit dir nicht übereinstimmt, der stimmt mit den höchsten Kapazitäten der Wissenschaft nicht überein. Es ist einfach deine Pflicht, das Edle (dich selbst) zu verteidigen oder besser verteidigen zu lassen. Schlage dich zum Ritter, wenn es sein muss.

Sei nicht dumm und sorge vor. Selbst der beste Bluff fliegt möglicherweise einmal auf. Wenn der Hut brennt, dann solltest du dich schnellstens auf die Socken machen. Packe die Kasse unter den einen Arm, eine(n) hübsche(n) Anhänger (in) unter den anderen und setzen sich irgendwo auf einer Insel zur Ruhe.