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Eine kurze Geschichte über das Pentagramm
Das Pentagramm
im Christentum

s mag erstaunen,
dass das heutzutage in religiösen Kreisen so arg verpönte Symbol des Pentagramms
im mittelalterlichen Christentum seinen durchaus positiven Stellenwert besessen
hat.
Diese
christliche Tradition weist weit in die Vergangenheit zurück. Im Judentum wurde
das Pentagramm als Stadtsiegel von Jerusalem verwandt.
Es
verkörperte dort Wahrheit, sowie den Pentateuch, die fünf Bücher Mose.
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Stadtsiegel von Jerusalem
(4. Jh.v.u.Z.) |
Im christlichen
Abendland wurde nachfolgend das Pentagramm zum ersten Mal im Gedicht "Sir
Gawain und der grüne Ritter" (14. Jh.) fassbar. Dort ist es auf dem Schild
des im arturianischen Sagenkreis zugehörigen archetypischen keltischen
Sonnenhelden Sir Gawain abgebildet.
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"Sir Gawain und der grüne Ritter" -
mittelalterliche
Illumination |
Wie der Dichter
erklärt, besitzen die fünf Ecken des Sterns eine tiefere Bedeutung: Sie
repräsentieren die fünf Sinne, die fünf Finger, die fünf Wunden Christi, die
fünf Freuden, die Maria durch Jesus erlebte (die Verkündigung Christi, die
Geburt Christi, die Auferstehung Christi, die Himmelfahrt Christi, die
Himmelfahrt von Maria) und die fünf Tugenden der Ritterschaft, von denen Gawain
hoffte, dass er diese verkörpert: Grossmut, Kameradschaftlichkeit, Reinheit,
Höflichkeit und Mitleid.
Überhaupt
interpretierten die mittelalterlichen Christen den Fünfstern dazumal als ein
christliches Symbol der fünf Wunden Christi und wenn die Buchstaben SALVS um das
Pentagramm geschrieben stand, wurde es als Zeichen der Gesundheit (Lat. Salus
"Gesundheit") aufgefasst, was offensichtlich an die Bedeutung der Pythagoräer
angelehnt ist. Es wurde zudem auch geglaubt, dass es vor Hexen und Dämonen
schützt.
Die enge
Verbindung des Pentagramms mit Christus mag auch der Grund gewesen sein, das
Pentagramm auf Kirchenfenstern und Kirchenmauern dekorativ abzubilden und da zu
dieser Zeit der Ausrichtung des Pentagramms noch keinerlei moralisch-ethischen
Wertung unterlag, finden sich auch immer wieder auch auf dem Kopf stehende, vom
heutigen Standpunkt aus gesehen "satanische" Pentagramme. Diese Form scheint
sogar die am häufigsten vorkommende Darstellung gewesen sein.
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Portal der Kirche in
Salza,
10
Kilometer von
Rennes-le-Chateau
entfernt. |
In der Kathedrale von Amiens
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San
Juan de Castrojeriz in Spanien |
Die
Marktkirche in
Hannover
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