Antimon, Antimon...


Antimon, Antimonium

 

Synonym Anonym 1755:

Antimonium (spagyrice praeparatum), Spiessglas, Spiessglanz

Synonym Gessmann:

Album plumbum, Mercurius noster, Plumbum sapientium, Plumbum de minera, Plumbum minerale, Plumbum mortuum, Saturnus philosophorum, Spiessglas, Stibium, Terra nigra

Synonym Schneider:

Aquila nigra, Aries, Arsenicum nigrae martis, Cerberus infernalis triceps, Lapis philosophorum, Leo viridis, Lupus Hungaricus, Lupus mineralium, Lupus rapax, Magnesia nigra, Magnesia saturni, Plumbum mortuum, Plumbum philosophorum, Plumbum sapientuna, Plumbum nigrum, Primum ens auri, Primus ens metallorum, Protheus, Radix metallorum, Sal leprosum, Saturnus philosophorum, Terra nigra, Baum der Erkenntnis, Gutes und Böses, glänzende Heerspitzen, roter Löwe Paracelsi, chymischer Wolf oder ungarischer Wolf, grauer Wolf, mineralischer Wolf, universaler Wolf

Synonym Garett:

Stibnit

 

"Spiessglas", war dasselbe nach Meinung der alten Alchemisten nichts anderes als ein "coagulierter Mercurius". Das Antimonium galt deshalb als das edelste Ding, und die aus demselben hergestellte "Quintam essentiam Antimonii" als eine wunderbare Universal-Medizin, welche sämtliche anderen Medizinen überflüssig machen konnte. Jedoch die Herstellung dieser Essenz war angeblich nur wenigen "unter Gottes Beihilfe" gelungen. Im alchemistischen Sinne sollte das Antimon das Symbol des Irdischen, der "Urmaterie" darstellen. (Gessmann 1899)

 

Durch Ausschmelzen des mineralisch vorkommenden Grauspiessglanzerzes (Minera antimonii) erhalten. Hauptbestandteil Antimontrisulfid (Sb2S3). War pharm. das Ausgangsmaterial für alle Antimonverbindungen. Alchem. und in Hüttenlaboratorien diente es unter anderem zum Ausschmelzen von Gold aus Legierungen. (Schneider 1962)

 

Vom lateinischen "antimonium". Der Begriff stammt von Constantinius Africanus (ca. 1050), er bezog sich dabei auf Stibnit. (Garett)

 

In alten Texten ist damit immer das schwefelhaltige Erz (Antimonerz), Antimon(III)-Sulfid gemeint.  (Hornfisher 1998)

 

Antimonbutter

Synonym für Butyrum antimonii (Schneider 1962)

 

Antimonerz

 

Synonym Hornfisher:

Antimonit, Spiessglas, Spiessglanz, Stibnit

 

Das Erz besteht chemisch gesehen aus Antimon(III)-Sulfid. (Hornfisher 1998)

 

Antimonglas

 

Synonym Schneider:

Antimonii vitrum

Synonym Hornfisher:

Vitrum Antimonii

 

Braungelbe, glasartige Masse, die man erhält, wenn man Antimonsulfid röstet und den Rückstand (Cinis antimonii) schliesslich zum Schmelzen bringt. Hauptbestandteil Antimonoxid (Sb2O3) nebst etwas Antimonsulfid (Sb2S3). Starkes Brechmittel. (Schneider 1962)

 

Es entsteht, wenn Antimon(III)-Oxid geschmolzen wird. (Hornfisher 1998)

 

Antimonii flores

Spiessglas-Blüte (Anonym 1755)

 

Antimonsulfid wird in einem Sublimationsgefäss (Sublimatio) vorsichtig erhitzt, wobei sich geringe Mengen verschiedener Sublimate bilden. Hauptbestandteil Antimonoxide (Sb2O3 und etwas Sb2O4). (Schneider 1962)

 

Antimonii hepar

Spiessglas-Leber (Anonym 1755)

 

Leberfarbene Mischung verschiedener Antimonverbindungen, die man durch Verpuffen von Antimonium mit Salpeter und anschliessendes Glühen erhält. Wurde mit Wasser ausgewaschen und lieferte dann das vielgebrauchte Arzneipräparat (Crocus metallorum). (Schneider 1962)

 

Antimonii regulus

Spiessglas-König (Anonym 1755)

 

Synonym für Regulus antimonii (Schneider 1962)

 

Antimonii vitrum

Spiessglas-Glanz (Anonym 1755)

 

siehe Antimonglas (Schneider 1962)

 

Antimonit

siehe Antimonerz (Hornfisher 1998)

 

Antimonium album

Synonym für Bismuthum (Schneider 1962)

 

Antimonium diaphoreticum

 

Synonym Schneider:

Calx antimonii nitrata

 

"Schweisstreibender Spiessglanzkalk". Seit Anfang des 17. Jhd. geschätztes Arzneipräparat, bereitet durch Verpuffen von Grauspiessglanz (Antimonium) mit überschüssigem Salpeter. Besteht Hauptbestandteil aus Kaliumantimonat (KSbO3) und Antimon(V)-oxid (Sb2O5). (Schneider 1962)

 

Antimonium (spagyrice praeparatum)

 

Synonym Anonym 1755:

Antimonium, Spiessglas, Spiessglanz

 

Antimonium

 

 

 

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