Oleum ...


Oleum

In der Alchemie werden mit diesem Begriff alle dickflüssigen Flüssigkeiten bezeichnet. Meistens - aber keineswegs immer - wird von den klassischen Autoren verlangt, dass ein Öl auf der Wasseroberfläche schwimmen muss. (Hornfisher 1998)

 

Synonym für Ignis (Schneider 1962)

 

Oleum antimonii

"Antimonöle" verschiedener Art, z. B. Destillationsprodukt von Sb2S3 mit Kandiszucker. Das von Paracelsus benutzte und auch später offiziell so bezeichnete O. a. war Antimontrichlorid (SbCl3), hergestellt durch trockene Destillation eines Chlorides (z. B. HgCl2) mit Antimontrisulfid (Sb2S3) (Butyrum antimonii). (Schneider 1962)

 

Oleum aurificumi

Synonym für Borax (Schneider 1962)

 

Oleum aurifixum

Synonym für Borax (Schneider 1962)

 

Oleum commune

 

Synonym Anonym 1755:

Oleum gremiale, Oleum olivarum

 

 

Olivenöl.

Ein fettes öl, durch Auspressen reifer Oliven gewonnen. (Schneider 1962)

 

Oleum gremiale

siehe Oleum commune

 

Oleum mollificans

Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962)

 

Oleum nostrum album

Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962)

 

Oleum olivarum

siehe Oleum commune

 

Oleum salis

Salzsäure.

Mindestens 25-prozentig. Man gewann sie früher, indem man Kochsalz bzw. Steinsalz (Natriumchlorid) trocken destillierte. Für die hohe Alchemie ist Salzsäure, wie auch die Salpetersäure, nur brauchbar, wenn sie auf diesem Wege hergestellt wurde. (Hornfisher 1998)

 

Oleum saturni

 

Synonym Schneider:

Liquor saturni

 

 

Bleiessig.

Arzneipräparat, für das wechselnde Vorschriften bestanden. Sie enthielten Essig und gingen von einem Bleipräparat (Bleioxid, Bleiacetat) aus. Auch Terpentinöl wurde zur Herstellung verwandt. (Schneider 1962)

 

Oleum sulphuris

Schwefelöl.

Hergestellt aus Schwefel und Leinöl oder Terpentinöl, kann aber auch Synonym für Schwefelsäure gewesen sein. (Schneider 1962)

 

Oleum talc(h)i

Talköl,

sollte bei der Destillation von Talca entstehen. Autoren des 18. Jhd. bezweifelten, ob es jemals erhalten worden sei. (Schneider 1962)

 

Oleum tartari (Sennerti)

Weinsteinöl,

kann auch Spiritus tartari bedeuten. Am gebräuchlichsten war "Oleum tartari per deliquum": Lauge von Kaliumcarbonat (K2CO3), gewonnen durch Glühen von Weinstein und Selbstauflösung des Rückstandes an feuchter Luft. Entspricht dem heute noch gebräuchlichen "Liquor Kalii carbonici". (Schneider 1962)

 

 

Oleum vitrioli

Vitriolöl,

etwa 75%ige Schwefelsäure (H2SO4), hergestellt durch trockene Destillation von luftoxydiertem Eisensulfat (Vitriol). Wurde seit ca. 1675 in Nordhausen am Harz in grösserem Massstabe gewonnen.

Andere pharmazeutisch übliche Schwefelsäuren waren Spiritus vitrioli und Spiritus sulphuris per campanam. (Schneider 1962)

 

Schwefelsäure. Ca. 50- bis 75-prozentig. Sie wurde früher durch trockene Destillation von natürlich gewachsenem Kupfer- oder Eisensulfat gewonnen. Zuerst geht beim destillieren das Phlegma Vitrioli (Kristallwasser) über, dann kommt der Spiritus Vitrioli (Schwefelsäure von niedriger Konzentration, ca. 3 - 5 %). Zum Schluss folgt das eigentliche Oleum Vitrioli. (Hornfisher 1998)

 

Oleum vivum

Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962)

 

 

       

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